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Russland ist ein wichtiger Partner deutscher und europäischer Politik. Doch die innere Verfassung Russlands stellt ein Hindernis dar. Bundesdeutsche Regierungen von Kohl über Schröder bis Merkel haben die Beziehungen zu Russland dennoch intensiv gepflegt. Innerhalb der EU, aber auch in Russland selbst hat es immer wieder Kritik an dieser Partnerschaft gegeben. Um die Chancen und Probleme dieses Verhältnisses zu diskutieren laden die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde und die Stiftung Wissenschaft und Politik Sie herzlich ein zur Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Lilija Schewzowa, Carnegie Center Moscow, und Dr. Gernot Erler, Stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Anmeldungen bitte an office [at] dgo-online.org

Die Fachtagung geht der Frage nach, welche Theorien, Konzepte und Ansätze der Transformationsforschung in den letzten Jahren (fort)entwickelt wurden, um die Herrschaftsformen im postsowjetischen Raum zu klassifizieren und um deren Funktionsweise zu erklären. Diese Konzepte sollen anhand ausgewählter Fallbeispiele auf ihre empirische Validität hin überprüft werden, um ihre Stärken und Schwächen herauszuarbeiten und länderspezifische Besonderheiten bzw. verallgemeinerungsfähige Merkmale der dortigen politischen Regime zu erarbeiten. Anmeldungen bitte bis 31. Oktober an office [at] dgo-online.org.

Die Tagung ist dem Thema „Kultur als/und Übersetzung: Russisch-deutsche Beziehungen im 20. und 21. Jahrhundert“ gewidmet. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die beiden Kulturräume gegenseitig präsentieren und welche Auswirkungen das auf die kulturelle Wahrnehmung hat. Dieser Austauschprozess zwischen Fremdem und Eigenem ist mit Interpretation und einer Übertragung in andere Zusammenhänge verbunden – also mit einer im weitesten Sinn verstandenen Übersetzung. Eine Übersetzung zwischen Sprachen und Kulturen kann sich jedoch nicht darauf beschränken, einzelne (sprachliche oder kulturelle) Elemente zu übertragen, sie muss vielmehr Verwebungen, Verhältnisse und Relationen berücksichtigen. Für derartige Austausch- und Übersetzungsprozesse sind nicht nur Orte des Übergangs, des Durchgangs und der Kommunikation notwendig, sondern auch Figuren, die diese Funktion auf sich vereinen. Der Schwerpunkt der Tagung liegt daher auf der konkreten kulturvermittelnden Tätigkeit und Wirkung einzelner Persönlichkeiten (z.B. ÜbersetzerInnen, WissenschaftlerInnen, KorrespondentInnen) sowie von Institutionen mit einer internationalen Ausrichtung (z.B. Zeitschriften, Verlage, wissenschaftliche Institutionen, Film). Anmeldungen bitte an office [at] dgo-online.org.

Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise widmet sich die Tagung der unterschiedlichen politisch-ökonomischen ebenso wie die räumlich-ökonomischen Strategien, die in Osteuropa in den letzten Jahren angewandt wurden, vor allem bezüglich der dadurch produzierten Krisenanfälligkeit der Regionen oder ganzer Volkswirtschaften, bezüglich ihrer Reaktionskapazitäten ebenso wie ihrer Widerstandsfähigkeit und den Chancen zur Weiterentwicklung gerade unter den Bedingungen der Krise zu diskutieren. Die räumliche Differenzierung der sozialen Effekte der Krise auf die Bevölkerung (ökonomisch-soziale Polarisierung, Migration, Arbeitswanderungen usw.) werden ein weiteres Thema der Tagung sein.
