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Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008-09 hat noch einmal die ganz erheblichen Risiken der Entwicklung von Marktwirtschaften deutlich gemacht hat. Fehlentwicklungen haben in einer Reihe postsozialistischer Staaten auch mit dem Aufwuchs einer Klasse „neuer Kapitalisten“ bzw. Oligarchen etc. zu tun, die politische Entwicklungen mitgestalteten und zwar Interesse an Privatisierung und Liberalisierung des Kapitalverkehrs hatten, aber keines an gerechter Verteilung. Demokratische Institutionen boten ihnen die Chancen zum Machterwerb und Machterhalt. War das Konzept der „Transformation zu Markt und Demokratie“ daher naiv und falsch?

Die Ukraine hat einen neuen Präsidenten gewählt. Das Land steht nach einem bis zum Schluss spannenden Wahlkampf vor einem Machtwechsel. Wie geht es jetzt weiter? Kommen nach jahrelangem Dauerstreit endlich notwendige politische und wirtschaftliche Reformen? Was bleibt von den demokratischen Errungenschaften der Revolution in Orange? Auch außenpolitisch stellen sich Fragen: Wird die Ukraine weiterhin eine Integration in die Europäische Union verfolgen oder sich wieder verstärkt Russland zuwenden? Wie sollen Deutschland und Europa auf die Veränderungen in der Ukraine reagieren?
Um diese Fragen diskutieren zu können, laden das Deutsch-Ukrainische Forum, die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde und die Bertelsmann-Stiftung herzlich ein zur Podiumsdiskussion "Nach der Präsidentschaftswahl – Wohin steuert die Ukraine?".
