
| 2010 | 2009 | 2008 |
| 2007 | 2006 | 2005 |
| 2004 | 2003 | 2002 |
| Januar | Februar | März |
| April | Mai | Juni |
| Juli | August | September |
| Oktober | November | Dezember |
Der Energiesektor der Ukraine ist auf vielfältige Weise mit dem der Europäischen Union und mit Russland verflochten, und energiepolitische Entscheidungen haben nachhaltige wechselseitige Auswirkungen. Zum einen ist die Ukraine Transitland für die EU-Energieimporte aus der Russischen Föderation, was sich im Rahmen der jüngsten Konflikte zwischen Russland und der Ukraine als kontraproduktiv für die europäische Energiesicherheit erwiesen hat. Eine Diversifizierung der Versorgungswege droht dagegen – so einige Kritiker – die politische Verletzbarkeit der Ukraine zu erhöhen. Während die Ukraine weiter auf die Nutzung der Atomenergie und langfristig auf Atomstromexporte setzt, ist es spätestens seit Tschernobyl klar, dass die Folgen dieser Technologie gesamteuropäische Auswirkungen haben. Die Verstromung der Steinkohle und ein ineffizienter Energieeinsatz haben wegen ihres Klimaeffekts eine sogar über Europa hinausreichende Bedeutung. Wie sind diese Zusammenhänge einzuschätzen, welches sind die Optionen?

Sieben Monate nach der Gründung der Regierungskoalition „Allianz für die europäische Integration“ bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Iurie Leanca, dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Europäische Integration der Republik Moldau, über die innen- und außenpolitischen Perspektiven Moldaus zu diskutieren. Dabei geht es vor allem um die Frage, welchen Kurs die Regierung nach der gescheiterten Präsidentenwahl im Dezember einschlägt und welche konkreten Ziele sie mit der propagierten europäischen Integration für das Land verfolgt.
Weitere Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind: Manfred Grund MdB, Vorsitzender des Deutsch-Moldauischen Forums, Gunther Krichbaum MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Angelegenheiten der EU und Markus Meckel, Außenminister a.D. Die Moderation übernimmt. Rainder Steenblock, Minister a.D.

Die Einbindung der Ukraine in den „europäischen Mainstream“ ist eine der größten politischen Herausforderung der Östlichen Partnerschaft der Europäischen Union. Die Förderung der ökonomischen Prosperität und der politischen Stabilität dieses Landes an der östlichen Grenze der Europäischen Union, das nach Fläche und Bevölkerung einer der größten Staaten Europas ist, ist von erheblichem Interesse für die Europäische Union.
Welche neuen Konstellationen und Politikoptionen haben sich nach der Präsidentschaftswahl aufgetan? Die Konferenz wird diese Frage sowie die Bedingungen, Ansätze und Erfahrungen der europäischen und bilateralen deutschen Kooperation mit der Ukraine mit den geladenen Referent/innen aus Deutschland, der EU und der Ukraine und den Teilnehmer/innen der Veranstaltung diskutieren.
