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Armut und Reichtum im östlichen Europa

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, Bremen, Darmstadt, Halle, Regensburg, 30. September 2020

Mit einem gemeinsamen Themenschwerpunkt ermöglichen die neuesten Ausgaben der Länder-Analysen einen vergleichenden Blick auf die Verteilung von Armut und Reichtum im östlichen Europa. Die meisten Staaten konnten in der letzten Dekade Erfolge bei der Bekämpfung von Armut verzeichnen. Trotzdem spielt die Frage von Armut und sozialer Gerechtigkeit in den Gesellschaften eine große Rolle. Soziale Gerechtigkeit steht bei Polens Regierungspartei PiS hoch im Kurs; für die Generationengerechtigkeit oder die Diskriminierung einzelner sozialer Gruppen gilt dies aber nicht. In Russland nehmen Ungleichheit und Armut aufgrund wirtschaftlicher und politischer Krisen zu. Durch den Corona-bedingten Wirtschaftsschock verzeichnet rund die Hälfte der ukrainischen Bevölkerung finanzielle Einbußen. Im bis zu den Präsidentschaftswahlen vermeintlich stabilen Belarus führt die Regulierung des Arbeitsmarkts zunehmend zu Problemen; gleichzeitig erodiert das Rentensystem. Und am Beispiel Kirgistans wird deutlich, wie die Kommerzialisierung von Bildung soziale Ungleichheit verschärft.

Daten, Fakten, Analysen: Die Länder-Analysen liefern aktuelle Informationen über das Zeitgeschehen im östlichen Europa und in Zentralasien. Sie sind kostenfrei im Netz abrufbar: www.laender-analysen.de

Die Länder-Analysen sind ein gemeinsames Projekt von sechs wissenschaftlichen Institutionen. Herausgeber sind: die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO), das Deutsche Polen-Institut (DPI), die Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen (FSO), das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) und das Zentrum für Osteuropa- und Internationale Studien (ZOiS).

Pressemitteilung (PDF, 446 kB)