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© Frank & Timme
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Tagungsband der Fachtagung Slavistik 2016 erschienen

In einer multipolaren Welt, in der Russland als Global Player auftritt, bekommt das Konzept Eurasien immer größere Aufmerksamkeit, sei es in Gestalt einer Eurasischen Union, als „eurasisches Hinterland“ des postsowjetischen Raums oder als Ideologie des Neo-Eurasismus. Wenig erforscht wurde dieses Raumkonzept bislang in Bezug auf seine kulturellen Konfigurationen. Auf der internationalen Tagung der DGO-Fachgruppe Slavistik, die im Oktober 2016 an der Europäischen Akademie in Berlin stattfand, lag der Schwerpunkt auf den ambivalenten russisch-asiatischen Beziehungen und auf deren kulturellen Dimensionen. Wissenschaftler aus dem europäischen und dem russischen Sprachraum diskutierten anhand von konkreten Fallbeispielen die Modellierung des eurasischen Raums, Probleme der Mythenschöpfung eines imperialen Russlands, wozu nicht zuletzt die Um- und Neubewertung der Tatarenherrschaft gehört. Die Ergebnisse der Tagung versammeln die Leiterinnen der Tagung, Prof. Dr. Birgit Menzel und Prof. em. Dr. Christine Engel, in dem Band „Russland und/als Eurasien: Kulturelle Konfigurationen“, der im Buchhandel sowie über den Verlag Frank & Timme erworben werden kann.