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Die neun Leben des Adam Zielinski

Ein Leseabend zu Ehren des jüdisch-polnisch-ukrainisch-österreichischen Autors Adam Zielinski

Adam Zielinski wurde 1929 im damals polnischen, heute ukrainischen Drohobycz geboren. Er war einer von 19 Juden aus seinem Heimatort, die den Holocaust überlebten. Nach dem Studium der Publizistik in Warschau und der Arbeit beim polnischen Rundfunk zog Zielinski 1957 mit seiner Familie nach Wien, wo er sich zunächst vor allem im Import- und Exporthandel mit China einen Namen machte. Er war in der Literatur ein Spätberufener. Adam Zielinski hat lange mit der Absicht zu schreiben gelebt und dabei so vieles erlebt, dass es für mehr als nur ein Menschenleben gereicht hätte. Doch es vergingen 60 Jahre, bis er zum Schriftsteller wurde. Das Verschwinden seiner Heimat thematisierte Zielinski immer wieder und in allen Facetten. Ihm lag daran, dass Galizien nicht vergessen wird. "Galizien ist ein Begriff, der nur in unseren Köpfen existiert. Es ist ein geografisches Revier, das auf keiner Karte zu finden ist. Trotzdem, Galizien existiert in unseren Herzen und in unseren Gehirnen." Im Juni dieses Jahres ist Zielinski in Wien verstorben. Das Internationale Kulturzentrum ufafabrik, das Österreichische Kulturforum Berlin, der Wieser Verlag und die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde laden zu einem Leseabend zu Ehren des Schriftstellers ein.

Veranstaltungsprogramm (PDF, 191 kB)