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Kiewer Gespräche

Die Ukraine vor dem Superwahjahr 2019
Die Regionen im Fokus

14. Kiewer Gespräche

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Welche Errungenschaften und Probleme haben die knapp fünf Jahre seit dem Euromaidan der Ukraine gebracht? Wie stehen die Chancen für eine veränderte politische Kultur in der Ukraine? In welcher Verfassung sind die Parteien vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Jahr 2019? Wie sind die Aussichten für eine Wahlrechtsreform? Haben neue Bündnisse eine Chance, sich zu etablieren? Welche Bedeutung haben die Regionen und die regionalen Eliten für den Wahlkampf und die Wahlen?

Über diese und weitere Fragen werden wir mit Ruprecht Polenz, Larysa Denysenko, Rebecca Harms, Oleksandr Sushko, Olha Aivazovska, Andrij Melnyk, Dirk Wiese, Wilfried Jilge, Oleksandr Solontay und vielen anderen meinungsbildenden Multiplikatoren aus der Ukraine und Deutschland debattieren.

Die Kiewer Gespräche werden vom Europäischen Austausch in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und weiteren Partnern organisiert.

Programm (PDF, 666 kB)

Veranstaltungsbericht

Auszug aus dem Konferenzbericht der 14. Kiewer Gespräche

Fotos: Konrad-Adenauer-Stiftung
Text: Nikolaus von Twickel

Im kommenden Jahr finden in der Ukraine Präsidenten- und Parlamentswahlen statt. Wie wird das Land nach dem Superwahljahr 2019 aussehen? Und wie steht es um die Demokratie in den ukrainischen Regionen? Dies waren die zentralen Themen der diesjährigen Jahreskonferenz der Kiewer Gespräche, die am 16. und 17. Oktober in Berlin stattfand.

Wahlen sind nicht nur wichtige Weichenstellungen, sondern zentraler Baustein der Demokratie, weil sie einen unblutigen Regierungswechsel ermöglichen, sagte der CDU-Politiker Ruprecht Polenz in seiner Rede zu Konferenzbeginn. Polenz, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde ist, betonte dass der Konflikt in der Ostukraine und um die von Russland besetzte Krim die Ukraine zu einem „permanenten Lackmustest für die europäische Friedensordnung“ machten.

Die Kiewer Schriftstellerin und Rechtsanwältin Larysa Denysenko klagte in ihrer Rede über den ausufernden Populismus in ihrem Land. Sie verglich die Bürger mit Goldsuchern, denen das Sieb fehlt um das Edelmetall aus einem Fluss zu waschen. „Bei uns wird das Gold weggenommen und den Menschen nur das Wasser gelassen.“ Die Konferenz solle helfen, Filter zu finden, um geeignete Kandidaten von den Populisten zu unterscheiden.

Volltext auf der Website der Kiewer Gespräche