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Vortragsreihe "100 Jahre Tscheka"

Vom KGB zum FSB
Der Geheimdienst in Russland bis heute

Vortrag von Evgenia Lezina (Levada-Zentrum Moskau)

Am 20. Dezember 1917 gründeten die Bolschewiki die Tscheka, die „Außerordentliche Kommission zur Bekämpfung von Sabotage und Konterrevolution“, als erste sowjetische Geheimpolizei. Sie und ihre Nachfolgerinnen bildeten das Modell für alle inneren Sicherheitsapparate des kommunistischen Machtbereichs. Millionenfacher Mord, die radikale Verfolgung aller „Feinde“ der Sowjetmacht und die Massenüberwachung der eigenen Bevölkerung gingen auf ihr Konto. Als repressiver Arm der Kommunistischen Partei prägte die Geheimpolizei die Herrschaftspraxis in Stalinismus und Poststalinismus. Als der Kommunismus als ideologische Ordnung 1989/91 verschwand, entwickelte sich das Erbe dieser Apparate zu einer schweren Hypothek für den Aufbruch zu Freiheit und Demokratie.

Die Vortragsreihe "100 Jahre Tscheka – 100 Jahre (post-)kommunistische Geheimdienste" widmet sich dem Wandel und der Stabilität des Selbstverständnisses der kommunistischen Geheimpolizeien, dem öffentlichen Blick auf die „Tschekisten“ aller Länder und ihrer Rolle als Machtfaktor – im „Zeitalter des Kommunismus“ und bis in die Gegenwart. Einen Überblick über die Vortragsreihe finden Sie hier.

Eine Kooperation der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, des Beauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin, der Stiftung Berliner Mauer und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Programm Vortragsreihe (PDF, 912 kB)