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Sieben Jahre Euromaidan.
Die Revolution der Würde als Teil der eigenen Biographie

Diskussion

Online-Veranstaltung

Sieben Jahre sind seit dem Euromaidan vergangen. Für viele junge Ukrainer*innen bedeuteten die Entwicklungen ab November 2013 einen großen Einschnitt in ihr Leben. Einige nahmen selbst an den Protesten teil, andere verfolgten die Ereignisse in den Medien. Die Bilder von Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen gingen um die Welt. Zwei friedlich verlaufene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen und Erfolge im Kampf gegen die grassierende Korruption nährten die Hoffnung auf eine demokratische Entwicklung der Ukraine.

Auch in der deutschen Öffentlichkeit nahmen die Geschehnisse während des Euromaidans und danach einen prominenten Platz ein. Hierzulande setzte der Euromaidan bei nicht wenigen Sympathisant*Innen einen Prozess der Selbstkritik und Reflexion in Gang, der ihren weiteren beruflichen – und bisweilen auch privaten – Lebensweg prägte.

Die KYJIWER GESPRÄCHE und die Junge DGO möchten am 26. November 2020 im Rahmen einer Diskussionsrunde sowie eines Workshops einen Blick zurück auf die Ereignisse des Euromaidans werfen. Anlass ist der 7. Jahrestag des Beginns der Proteste in Kyjiw. Die Teilnehmer*innen der Veranstaltung sind dazu aufgerufen, ihre Reflexionen zu den folgenden Leitfragen einzubringen:

-  Welche Bedeutung hatte oder hat der Euromaidan für sie persönlich?
-  Welche Hoffnungen und Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Ukraine waren oder sind damit verbunden?
-  Inwieweit haben sich diese erfüllt – oder wurden enttäuscht?

Zu diesem Zweck suchen wir für eine öffentliche Diskussionsrunde am Vormittag vier Referent*innen, die einen kurzen Impulsvortrag von max. 10 Minuten mit anschließender offener Diskussion zu den genannten Leitfragen halten.

Anschließend nehmen die Referent*innen an Workshops am Nachmittag teil und bringen dort in kleineren Diskussionsrunden ihre Expertise ein. Die Workshops werden nach thematischen Schwerpunkten gegliedert (etwa: Medien, Wissenschaft, Zivilgesellschaft) und ermöglichen den fachlichen Austausch sowie die Vernetzung mit Gleichgesinnten.

Wir laden Nachwuchswissenschaftler*innen (Studierende, Promovierende und PostDocs bis 35 Jahren) aller Fachrichtungen, Medien- und Kulturschaffende sowie zivilgesellschaftliche Akteure ein, sich zu bewerben. Insbesondere Ukrainer*Innen werden explizit dazu aufrufen, sich zu bewerben.

Die gesamte Veranstaltung wird Online über Zoom stattfinden und live übertragen.

Als Konferenzsprache ist Englisch angedacht – bei Bedarf wird es eine Simultanübersetzung für die ukrainische Sprache geben. Referent*innen können wir eine finanzielle Aufwandsentschädigung anbieten. Eine Auswahl der eingereichten und überarbeiteten Beiträge werden wir online veröffentlichen. Der genaue Ort der Veröffentlichung wird noch bekanntgegeben.

Bei Interesse senden Sie bitte bis zum 05. Oktober 2020 einen Entwurf Ihres geplanten Beitrags in deutscher, ukrainischer oder englischer Sprache im Umfang von max. 350 Wörter zusammen mit einem kurzen CV per E-Mail an Aktivieren Sie JavaScript, um diesen Inhalt anzuzeigen..

Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (DGO) ist der größte Verbund der Osteuropaforschung im deutschsprachigen Raum. Sie ist ein Forum zur Diskussion von Politik, Wirtschaft und Kultur in Ostmittel- und Osteuropa. Die Junge DGO ist ein Verbund aller Mitglieder der DGO im Alter bis zu einschließlich 35 Jahren. Ziel des Verbunds ist es, junge Mitglieder innerhalb der DGO zu vernetzen und über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Die Kyjiwer Gespräche sind eine überparteiliche und unabhängige Plattform für die Vertiefung und Verstetigung des Dialogs zwischen der Ukraine und Deutschland. Seit 2005 verbinden sie meinungsbildende Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft beider Gesellschaften.

Um Anmeldung bis zum 23.11.2020 wird gebeten:  
- Zur Diskussion unter: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_gmpRu0wtRnuwpqzFLkUqKw
- Zu den Workshops (si. Programm) per E-Mail an:Aktivieren Sie JavaScript, um diesen Inhalt anzuzeigen.

Veranstaltungsprogramm (PDF, 238 kB)