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Sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg von und gegen Deutsche

Vorträge und Diskussion

Im Zweiten Weltkrieg war den ab 1939 in Polen eingesetzten Wehrmachtsange- hörigen, SS-Männern und Polizisten jeglicher Kontakt zu einheimischen Frauen verboten, da diese als »rassisch minderwertig« galten. Dennoch gab es zahlreiche sexuelle Begegnungen. Sie waren mal einvernehmlich, mal geprägt von brutaler Gewalt, und oft verkauften Frauen ihren Körper, um zu überleben. Eindringlich schildert Maren Röger, Historikerin an der Universität Augsburg, in ihrem Buch diese Kontakte und stellt die Maßnahmen von Wehrmacht und SS dar: Während Bordelle eigens eingerichtet wurden, wurden Liebesbeziehungen zum Teil streng bestraft. Maren Röger gibt neue Einblicke in den Besatzungsalltag, die NS-Rassenpolitik und die schwierigen Schicksale der betroffenen Frauen.

Es diskutieren:
Dr. Maren Röger ("Kriegsbeziehungen: Intimität,Gewalt und Prostitution im besetzten Polen 1939-1945")
Prof. Dr. Miram Gebhardt ("Als die Soldaten kamen")

Moderation:
Prof. Dr. Bianka Pietrow-Ennker (Konstanz)

Sie kamen nicht nur als Befreier: Viele alliierte Soldaten vergewaltigten und missbrauchten deutsche Frauen nach Kriegsende und in der Besatzungszeit. Das Buch von Miriam Gebhardt räumt nun mit Vorurteilen auf. Denn zu den Gräueltaten kam es nicht nur im Osten – auch westliche Soldaten wurden zu Tätern.

Veranstaltungsprogramm (PDF, 425 kB)